MANUEL RIVERA-ORTIZ Foundation Photography Call. Deadline: May 31, 2011

The MANUEL RIVERA-ORTIZ Foundation for International Photography
anounces call for applications for
grant program of 5,000 USD

GRANT COMPETITION
The Manuel Rivera-Ortiz Foundation for International Photography is currently seeking to award one
social documentary photographic project produced in the journalistic tradition of Manuel
Rivera-Ortiz.
One project based on pressing social issues in the developing world will receive a grant of 5,000
USD to be utilized for the production or completion of a pre-approved project.

WHO IS ELIGIBLE
Photographers of all nationalities who are 18 years of age or older are eligible to apply. We encourage
you to submit your one-page proposal, a portfolio sample of your current work black & white or
color. Only new and continuing projects are eligible. The Executive Director and Board of Trustees of
the Foundation will jury entries for this award.

SUBMISSION GUIDELINES
Only digital file submissions will be considered. Digital digital files should not exceed 10 MB in size.
Entrants should submit a contact sheet in PDF form of their work consisting of no more than 15
images alongside a written essay of up to 1000 words stating the purpose your work, why you should
be awarded this grant, and a little about who you are and how you developed your passion for
photography.
Final proposals that have been selected must include a description of the social issue to be funded
by this grant, a proposed completion date/schedule (projects must be completed within 6 months
following receipt of this award) and a detailed budget for final approval. Grant funding will be
disseminated in installments as the project is completed and submitted to our Board for approval.
The winning project will receive extensive promotion through the activities of the Foundation,
including web exposure, exhibitions, and publications.
Deadline for entries: May 31, 2011

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BFF-Förderpreis 2011. Deadline: 9. April 2011

23. Internationaler BFF-Förderpreis & Reinhart-Wolf-Preis 2011

Ausschreibung
Mit dem BFF-Förderpreis (BFF Award) werden die besten Hochschulabschlussarbeiten im Bereich Fotografie ausgezeichnet. Der Reinhart-Wolf-Preis (Reinhart-Wolf-Award) wird als zusätzliche Auszeichnung für diejenige Abschlussarbeit vergeben, die die Jury aus den für den BFF-Förderpreis aus- gewählten Arbeiten als „Best of the Best“ bestimmt. Der BFF-Förderpreis und der Reinhart-Wolf-Preis werden vom BFF Bund Freischaffender Foto- Designer ausgeschrieben und vom Kodak Kulturprogramm, dem stern, von NEON, der Reinhart-Wolf-Stiftung und vom Wirtschaftsministerium Baden- Württemberg gefördert.

Teilnehmer
Teilnehmen können nur Studentinnen und Studenten, die im Zeitraum 01. April 2010 bis 31. März 2011 ihren Abschluss an einer inländischen oder auslän- dischen Hochschule oder Fachhochschule mit Erfolg erreicht haben. Die Hochschulabschlussarbeit muss als Fotografieleistung erkennbar sein. Einzurei- chen ist die komplette Abschlussarbeit: entweder im Original oder als Duplikat. Videos sind nur im VHS-Format oder auf DVD zugelassen und CD nur zusammen mit hochwertigen Prints. Eine Übersendung der Arbeiten per E-Mail oder nur als CD/DVD ist nicht zulässig. Mit der Abschlussarbeit ist auch eine kurze schriftliche Zusammenfassung der Aufgabenstellung (maximal 1/4 Seite DIN A4) sowie die Einverständniserklärung der Lehrenden mit Bestäti- gung über den bestandenen Hochschulabschluss auf dem Teilnahmeschein vorzulegen. Bei ausländischen Hochschulabschlüssen ist außerdem eine Kopie der Urkunde beizufügen, die den erfolgreichen Hochschulabschluss bestätigt.

Preise
Beim BFF-Förderpreis wird die Gesamtpreissumme von 12.500 Euro unter den von der Jury ausgewählten besten Hochschulabschlussarbeiten (minde- stens 3, maximal 5 Arbeiten) zu gleichen Teilen aufgeteilt. Derjenige Förderpreisträger, dessen Hoch-schulabschlussarbeit von der Jury als „Best of the Best“ bestimmt wird, erhält zusätzlich zu dem BFF-Förderpreis den mit 2.500 Euro dotierten Reinhart-Wolf-Preis. Die Preisträger sind verpflichtet, von den Arbeiten, die die Jury für die Ausstellungen auswählt, auf eigene Kosten ausstellungsfähige Prints zur Verfügung zu stellen.

Jury
Die Wettbewerbsentscheidungen werden unter Aufsicht des Justiziars RA Dr. Wolfgang Maaßen von einer unabhängigen Fachjury getroffen, deren Entscheidungen bindend sind. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Zur Jury gehören: Jutta Buer (Vorstand / Reinhart-Wolf-Stiftung, München), Andrea Gothe (‚stern‘ Photodirector, Hamburg), Anna Gripp (Redaktion Photonews, Hamburg), Markus Gut (Präsidium ADC Schweiz / CCO Young & Rubicam Group Switzerland), Thomas Hoepker (Fotograf / Magnum, New York) Prof. Manfred Schmalriede (Hochschullehrer, Berlin/Pforzheim), Stefan Zschaler (Creative Director / Leagas Delaney Werbeagentur, Hamburg). Jurymitglieder können bei Verhinderung kurzfristig durch andere geeignete Personen ersetzt werden.

Einsendeschluss
Bis zum 9. April 2011, spätestens 18 Uhr, müssen die Unterlagen komplett beim BFF, Norbert Waning, Tuttlinger Straße 95, D-70619 Stuttgart, Fax 0711 / 475280, eingegangen sein. Pakete aus dem Ausland dürfen keine Wertangaben haben. Alle Sendungen, die nach dem 9. April 2011 / 18 Uhr, eintreffen, werden nicht mehr berücksichtigt. Also: nicht der Poststempel entscheidet, sondern alle Unterlagen müssen am Samstag, 9. April 2011, bis spätestens 18 Uhr bei der BFF-Geschäftsstelle eingetroffen sein.

Urheberrecht und Rechte am eigenen Bild
Jeder Teilnehmer versichert mit seiner Unterschrift auf dem Anmeldeformular, dass er alleiniger Urheber der zum Wettbewerb eingereichten Arbeiten ist, dass er über die Arbeiten und die daran bestehenden Nutzungsrechte frei verfügen darf und dass die Bilder frei sind von Rechten Dritter. Die Teilnehmer haben außerdem dafür einzustehen, dass abgebildete Personen oder die Inhaber der Rechte an abgebildeten Werken der bildenden oder angewandten Kunst sowie die Urheber von Bildern, aus denen die zum Wett-bewerb eingereichten Arbeiten durch eine Bearbeitung oder Umgestaltung entstanden sind, die Einwilligung zur Veröffentlichung und Verwertung der Bilder – einschließlich der publizistischen Auswertung im Rahmen dieses Wettbewerbs – in nachweisbarer Form erteilt haben. Die Teilnehmer haften für sämtliche Schäden, die dem BFF, der Kodak GmbH, dem stern und NEON, der Reinhart- Wolf-Stiftung und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg dadurch entstehen, dass die erforderliche Einwilligung dritter Personen nicht erteilt ist.

Nutzungsrechte
Alle eingereichten Arbeiten dürfen für den Wettbewerb und seine publizistische Auswertung genutzt werden. Der BFF, die Kodak GmbH, der stern, NEON, die Reinhart-Wolf-Stiftung und das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg haben insbesondere das Recht, die von der Jury zu diesem Zweck ausgewählten Arbeiten auszustellen sowie in Zeitungen, Zeitschriften und anderen Publikationen zu veröffentlichen – allerdings nur im Rahmen des Wettbewerbs und seiner publizistischen Auswertung. Für diese Nutzung können die Teilnehmer keinen Anspruch auf ein Nutzungshonorar geltend machen.

Rücksendung der Arbeiten
Wichtig: Die Verpackung muss so beschaffen sein, dass sie für die Rücksendung der Arbeiten wiederverwendet werden kann. Der Rückversand erfolgt auf dem Postweg. Wird eine andere Form der Rücksendung gewünscht, gehen die Kosten zu Lasten der Teilnehmer. Der Rückversand erfolgt unabhän- gig vom Rücksendungsweg auf Gefahr des jeweiligen Teilnehmers.

Haftung
Vom Eingang der Arbeiten bis zum Zeitpunkt der Rücksendung an den jeweiligen Teilnehmer haftet der Veranstalter für Beschädi-gung, Zerstörung oder Verlust nur bei vorsätzlichem Handeln oder Unterlassen. Im Übrigen wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Mit Einsendung seiner Hochschulabschluss- arbeit erklärt sich der Teilnehmer mit den vorstehenden Teilnahmebedingungen einverstanden.

Ausschreibungsunterlagen / Teilnahmeformulare
http://www.bff.de/publish/binarydata/pdfs/bff-foerderpeis_2011_de.pdf
BFF Bund Freischaffender Foto-Designer
Norbert Waning, Fax 0711 / 475280, info@…, www.BFF.de

Distribution of Print-on-Demand Artists’ Books (via ABC Artists’ Books Cooperative)

As with traditional artists’ books, the main problem of photobooks is the distribution. Most bookshops do not carry print-on-demand books. How do interested parties learn about print-on-demand artists’ books and where do they get them? One possible answer is ABC. The Artists’ Books Cooperative is a distribution network created by and for artists who make print-on-demand artists’ books. Their aim is to help artists getting their books to the people who are interested in them. They don’t sell books through this site but make information about selected books available.

Read More via ABC Artists’ Books Cooperative

Das Musaeum Kircherianum (Book review in German)

English Summary: Athanasius Kircher’s work has been the center of many new media theories. In her new book, based on years of research, Angela Mayer-Deutsch reconstructs the basis of the Musaeum Kircherianum. Hereafter, you find the book review, by Peter Bexte from the Kunsthochschule für Medien in Cologne.

Angela Mayer-Deutsch: Das Musaeum Kircherianum. Kontemplative Momente,
historische Rekonstruktion, Bildrhetorik, Zürich: diaphanes 2010.
ISBN-10: 3-03734-115-7, 336 S, EUR 29.90

Rezensiert von Peter Bexte, Kunsthochschule für Medien Köln

Das Werk Athanasius Kirchers hat in den letzten 50 Jahren eine Vielzahl
von Publikationen provoziert. Dabei lässt sich bemerken, in welch hohem
Maße gerade dieses Werk von den Zusammenhängen abhängt, in die es
jeweils gerückt wird. Seit 1964, und das bedeutet hier: seit der
Giordano-Bruno-Publikation von Frances A. Yates, ist Kircher gern in
eine Tradition der Hermetik und des Okkultismus gestellt worden [1]. Ob
dies ein hinreichender Erklärungsrahmen ist, kann bezweifelt werden.
Ferner verbergen sich in der internen Relation von Kirchers Publizistik
zu seinen Sammlungen eine Reihe von Unklarheiten. Dies ist teils
historisch begründet, insofern die Exponate zerstreut wurden und
schlecht dokumentiert sind. Zum anderen Teil aber gehört es zur Sache
selbst. Kircher schuf zwischen Büchern und Objekten ein schwankendes
Verhältnis: einerseits dicht verbunden, andererseits sehr verschieden
behandelt. „Katalog und Museum gehen nie restlos ineinander auf“ (S.
205).
Das Buch von Angela Mayer-Deutsch über das ‘Musaeum Kircherianum’
thematisiert Differenzen und findet hiermit den glücklichsten Zugang zu
weit reichenden Klärungen. Es handelt sich um eine bemerkenswerte
Publikation. Sie fußt auf einer mehr als zehnjährigen
Auseinandersetzung und bündelt die immense Literatur zu Kirchers
Sammlungen nicht nur, sondern geht darüber hinaus. Das Buch gliedert
sich in drei große Abschnitte. Im ersten wird eine präfigurierende
Einstellung gewonnen (‘kontemplative Momente’), im zweiten geht es um
die Sammlungsobjekte (‘historische Rekonstruktion’); im dritten
schließlich wird die spezifische Form dieses Zeigens expliziert
(‘Bildrhetorik’).
Der Text basiert auf Ausstellungserfahrungen, und dies ist wichtig.
Manches Kirchersche Objekt wird erst dort verständlich, wo es sich auch
ehemals befand: neben der Bibliothek. Dort haben die
Kulturwissenschaften in den letzten Jahren mit viel Aufwand ‘Objekte’
entdeckt – was aus museologischer Sicht erheiternd wirkt.
Wohltuenderweise hat Angela Mayer-Deutsch ein Latour-freies Buch
geschrieben. Sie beginnt mit dem ‘Horoscopium Catholicum Societatis
Iesu’, dem Bild einer Weltzeituhr aus vielen Sonnenuhren (S. 11 und S.
240ff.). Erst durch museale Nachbauten in Stanford 2001 und in Bonn
2005 wurde deutlich, dass die Schatten der Sonnenuhrzeiger sich zum
Schriftzug ‘IHS’, dem Kürzel des Jesuitenordens, verbanden. Damit trat
zweierlei in Erscheinung: erstens ein jesuitisches Moment, das
argumentative Folgen zeitigen wird; und zweitens die Bedeutung von
Wahrnehmung. Es geht hier weniger um eine ‘materielle Praxis’, als
vielmehr um Wahrnehmungen, in denen das Gemeinte allererst stattfindet.
Auch dies hat Folgen und führt auf das Gebiet der ‘Propaganda Fidei’
sowie der Rhetorik.

Ausstellungen
In den vergangenen zehn Jahren hat es mindestens vier große
Ausstellungen gegeben, in denen es um Kirchers Sammlungen zu tun war:
zwei in den USA und zwei in Europa [2]. Angela Mayer-Deutsch war in die
Projekte Rom 2001 und Bonn 2005 involviert. Der zweite Teil ihres
Buches fußt auf Eugenio Lo Sardos Versuch von 2001, Kirchers
Sammlungsobjekte zu rekonstruieren. Wer die damalige Ausstellung im
Palazzo di Venezia gesehen hat, wird sich erinnern, wie der hoch
gespannte Anspruch in den teilweise gebastelt wirkenden Nachbauten
nicht recht eingelöst wurde. Vor allem aber waren die Behauptungen über
Zuordnung und Verbleib der Objekte nicht immer nachvollziehbar.
Trotzdem hat die Ausstellung einen wichtigen Forschungsimpuls gegeben.
Er wirkt in diesem Buch nach.
Die Autorin hat erneut und im Detail erörtert, was über Kirchers
Sammlungen im Einzelnen gesagt werden kann. Was ist mit Sicherheit
bekannt und was kann nur mit einem gewissen Grad von Wahrscheinlichkeit
behauptet werden? Was ist auszuschließen? Was ist schlichtweg nicht zu
klären? All dies sind Grundfragen einer positivistischen Forschung, die
hier überzeugend durchgeführt wird – bei klarem Bewusstsein, dass dies
allein zu kurz greifen würde. Wer immer sich mit dem ‘Musaeum’ befasst,
gerät eben nicht nur an ‘Dinge’ mit einem ‘Kontext’, sondern an
zirkulierende Formen einer symbolischen Ordnung, die sich vorübergehend
verdinglichen. Der Verweis auf Stephen Greenblatts Konzept einer
‘Circulation of social energy’ wirkt sinnvoll (S. 205); dieser Punkt
ist sehr anschlussfähig und kann weitere Diskussionen ermöglichen [3].

Figuratives
Auf den Schwellen zu Kirchers Werken begegnen uns sinnbildliche
Figuren, die je verschieden aktualisiert werden können. Ingrid Drake
Rowland hatte 2000 die Bedeutung des Harpocrates betont, des kindlichen
ägyptischen Gottes, der den Finger auf die Lippen legt, um zu
verschleierter Rede anzuhalten [4]. Angela Mayer-Deutsch dagegen
entwickelt ihre Leitfigur aus dem Bild des Atlas-Herkules, wie er auf
dem Frontispiz zu De Sepibus ‘Musaeum Celeberrimum’ (1678) dargestellt
ist. Die Bedeutung dieser Doppel-Figur wird ikonographisch schlüssig
entwickelt, und zwar im Sinne einer Überlagerung von ‘vita activa’ und
‘vita contemplativa’ zur Gestalt des Sinnenden. Herkules ist zudem mit
dem ‘lapis Herculaneum’ verbunden, d.h. mit dem Magnetstein, der von De
Sepibus 1678 als Kernstück der Sammlung bezeichnet wurde. Der
kontemplative Aspekt der Atlas-Herkules-Figur schließt bündig an die
Lehren des Ignatius von Loyola an. Die in jesuitischen Exerzitien
eingeübte Kontemplation wird von Mayer-Deutsch als adäquate Form der
Wahrnehmung in der Wunderkammer bestimmt: ‘Sammlung’ im Doppelsinn des
Wortes. Und damit verlässt das Buch die seinerzeit von Frances A. Yates
vorgegebenen Pfade.

Wahrnehmungen
Kernstück des Buches ist die kritische Überprüfung der Exponate des
‘Musaeums’. Hierzu hat die Autorin nicht nur die Angaben bekannter
Texte ausgewertet, sondern auch neue, bislang nicht edierte Quellen
erschlossen. Die Tagebücher englischer Reisender erweisen sich als
aufschlussreich und werfen manches neue Licht auf das Verhältnis von
Royal Society und Kircher. Insgesamt ergibt sich ein beeindruckend
detaillierter Blick auf das, was man heute von Kirchers Dingen wissen
kann. Die Lektüre ist heilsam ernüchternd. Wer in Zukunft von diesen
Sammlungen sprechen will, wird an der von Angela Mayer-Deutsch
geleisteten Aufarbeitung nicht vorbeikommen.
Dabei mag es Kircher-Forschern wie Leibniz-Editoren ergehen ─ ein
Scheitern an dem fragmentierten Chaos der Überlieferung ist nie ganz
ausgeschlossen. Angela Mayer-Deutsch hat den Mut gehabt, dieses Risiko
einzugehen. Streckenweise arbeitet sie mit drei verschiedenen
Ordnungssystemen (De Sepibus 1678, Bonanni 1709, Mayer-Deutsch 2010),
die jeweils eine Vielzahl von Objekten enthalten, die wiederum
untereinander sowie mit heutigen Museumsbeständen verglichen werden
usw. Unter diesen Voraussetzungen kann bei der Lektüre ihres Buches
durchaus einmal der Überblick verloren gehen. Mitunter fragt man sich,
ob eine Tabelle bzw. etwas elektronisch Verlinktes hilfreich gewesen
wäre? Oder käme man damit allein ins nächste Labyrinth?
Ein entscheidendes Verdienst des Buches liegt darin, den polyvalenten
Status der Kircherschen Sammlungen von Anfang an klar ins Auge, d.h.
ins Wahrgenommen-Werden zu fassen. Damit geraten die ‘Dinge’ in einen
reizvollen Schwebezustand voller Anschlussmöglichkeiten. Noch die Uhren
werden gleichsam zu Wolken (um ein Bild Karl Poppers aufzugreifen).
Hier kommt dem Text zu Gute, was Angela Mayer-Deutsch vorab in einer
Reihe von Aufsatzpublikationen zu Kirchers Frontispizen erarbeitet
hatte. Das Schlusskapitel basiert darauf und bietet eine Fülle subtiler
Bemerkungen zum Raffinement der Bildrhetorik und zum Spiel der
Möglichkeitsräume. Diese entfalten sich in Bildern und als Bilder, die
vermutlich weit über alles hinausragen, was auf den dunklen Korridoren
des Collegio Romano je zu sehen war.

Abbildungen
Das Buch bietet eine Vielzahl von Abbildungen, teils innerhalb des
Textes (dort auch ganzseitig gedruckt), teils in Gestalt von
angehängten Tableaux (S. 311-336). Auf letzteren finden sich 149
Objekte abgebildet, darunter manche in mehreren Darstellungen, sowohl
im Kupferstich wie im Foto (wo dies möglich ist). Im Hinblick auf das
Buchformat wurden die zu Tableaux zusammengefassten Bilder leider bis
an die Schmerzgrenze verkleinert. Man würde sich und der Autorin einen
Quartband mit großen, ausklappbaren Tafeln wünschen! Eine gewisse
Vorsicht vor Rückschlüssen ist überdies geboten. Am Bild steht jeweils
nur eine Nummer, ohne Verweis zur zugehörigen Textstelle. Man erfährt
an dieser Stelle also nicht, welche Objekte gesichert aus dem ‘Musaeum
Kircherianum’ stammen, welche zu den ungesicherten Dingen oder zu den
Vergleichsobjekten zählen. Diese Angaben finden sich allein in
Textstellen, deren Ort erst gesucht werden muss. Es sei also dringend
empfohlen, vom Text zu den Bildern zu gehen (nicht etwa umgekehrt!) und
das Buch linear zu lesen. Dann ist es ein Ariadnefaden durch das
Labyrinth mit Namen Kircher.

Schlussbemerkungen
Das Buch geht auf eine Dissertation zurück, die am Kunsthistorischen
Institut der Humboldt-Universität Berlin entstand. Es finden sich nur
wenige Druck- und Verweisfehler, man vermisst allenfalls ein Register.
Doch sind dies Kleinigkeiten angesichts der ‘Herkules-Arbeit’ (im
vielfachen Sinne des Wortes), die Angela Mayer-Deutsch geleistet hat.
Sie hat ihrem Buch eine seltsam schwebende Erinnerung von Walter
Benjamin voran gestellt, und zwar aus dessen ‘Berliner Kindheit um
Neunzehnhundert’. Dem staunenden Kind schienen die Äpfel der Hesperiden
auf Booten den Landwehrkanal heraufzukommen, um an der Brücke
anzulegen. Es war die Brücke des Herakles.

Anmerkungen:
[1] Frances A. Yates: Giordano Bruno and the Hermetic Tradition,
London/New York 1964.

[2] ‘The Ecstatic Journey: Athanasius Kircher in Baroque Rome’, Chicago
University 2000. – ‘The Great Art of Knowing. The Baroque Encyclopedia
of Athanasius Kircher’, Stanford University 2001. – ‘Athanasius
Kircher. Il Museo del Mondo’, Palazzo di Venezia Rom 2001. – ‘Barock im
Vatikan 1572-1676. Kunst und Kultur im Rom der Päpste’, Kunst- und
Ausstellungshalle der BRD Bonn 2005-06.

[3] Stephen Greenblatt: Shakespearean Negotiations: The Circulation of
Social Energy in Renaissance England, 1988 (dt. Verhandlungen mit
Shakespeare. Innenansichten der englischen Renaissance, Berlin 1990)

[4] Ingrid Drake Rowland: The Ecstatic Journey. Athanasius Kircher in
Baroque Rome, Chicago: University of Chicago Press 2000, S. 15f.

Redaktion: Karin Leonhard

Recommended Citation / Empfohlene Zitation:
Peter Bexte: [Rezension zu:] Angela Mayer-Deutsch: Das Musaeum
Kircherianum. Kontemplative Momente, historische Rekonstruktion,
Bildrhetorik, Zürich 2010. In: H-ArtHist, Feb 16, 2011.
<http://arthist.net/reviews/900&gt;.

HyperKult 20. Call for Participation. Deadline: April 23th 2011

HyperKult 20
Computers as Media

Trivialization

Call for Participation

July 7th to 9th, 2011
Leuphana University Lüneburg
Computing and Media Centre and
Institute for Culture and Aesthetics of Digital Media

sponsored by
Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), working Group Computers as Media

Computers are extremely complex machines for which, since early times, their inner workings have to be hidden behind interfaces in order to use them. Software engineering and interface design have developed strategies of information hiding and functional segmentation to accomplish this. Systems like Doug Engelbart’s NLS, Ivan Sutherland’s Sketchpad, Alan Kay’s Dynabook, the Graphical User Interfaces, the iTunes Store, Facebook and Cloud Computing are examples of highly complex designs that show simplicity at their surface. People are not expected to know anything about what goes on at the backend.

But surprisingly and on top of usual simplifications a new mode of design appears along with mobile devices and capacitative screens: the trivialization of information processes. Devices with technical specifications that personal computers possessed ten years ago, without cables, keyboards or mice, mimicking chocolate bars and slates formerly known as equipment of first graders now seduce us to once again paint with our fingers and grope for the objects of our desire. And we are content and buy these gadgets, millions a day. Things are easy once again, much easier than we would ever accept them to be on a conventional PC. Trivialized users are happy to touch what they have learned to desire from the screen. The haptic replaces the visual and the intellectual as if to compensate for the loss of the material that computers imposed on us. And this renders the wonders of shortly elapsed times, like the interactivity of media art, to become 99 Cents worth’s items in an app store. Is there anybody who is still taken by surprise? Is it really all that trivial?

But: trivialization is in no way trivial. Programming stays in between of art and magic and what we meet here are highlights of these skills that are admirable in every aspect.

This trend even prevails in the information systems at large, especially those of highest acceptance: Google’s Page Rank replaces significance, iPods don’t want to be computers, Facebook utterly trivializes friendship, hopefully taken metaphorically by everybody, Cloud Computing hides responsibility for data.

Does the computer become a trivial machine, the “love affair of the western culture”, as Heinz von Foerster put it? It is the feuilleton that is now the place for criticism of the digital, not the corner of those capable of reading assembler code? Isn’t there anything left be looked behind? Has everything really gotten that trivial?

We would like to discuss these issues with you at HyperKult this year, being the twentieth of our workshop series. Contributions from art, science, humanities and technology are highly welcome. Please send us your sketches, abstracts and ideas, not more than one or two pages, via email to

hyperkult@leuphana.de

until April 23th 2011.

You will be informed about acceptance until May 8th.

Program Comittee:
Lena Bonsiepen
Wolfgang Coy
Rolf Großmann
Wolfgang Hagen (asked)
Jochen Koubek
Andreas Möller (asked)
Claus Pias
Martin Schreiber
Georg Christoph Tholen
Georg Trogemann (asked)
Anna Tuschling
Martin Warnke

Les commissaires d’exposition d’art contemporain en France. Portrait socioprofessionnel et comparaisons

Ce rapport propose un premier portrait sociologique des commissaires d’exposition d’art contemporain exerçant en France (en 2008). L’enquête permet de révéler qu’il y a au moins autant de commissaires d’exposition d’art contemporain en France que de conservateurs du patrimoine toutes spécialités confondues. Elle confirme ainsi l’inflation du nombre des intermédiaires dans le monde de l’art contemporain français depuis les années 1980 et le développement d’une position nouvelle dans le champ de l’art contemporain. Malgré cette importance croissante, l’activité reste méconnue.

La situation professionnelle des commissaires d’art contemporain est caractérisée par une forte précarité et par une intermittence des périodes d’emploi. L’indépendance est aussi une étape incontournable dans les carrières, un commissaire sur deux seulement exerçant aujourd’hui dans une structure et un cinquième bénéficiant d’un CDI. En conséquence, les commissaires sont très majoritairement pluriactifs dans le monde de l’art contemporain, 75 % obtenant au moins la moitié de leurs revenus d’une autre activité dans ce secteur. Le commissariat est très majoritairement une activité complémentaire d’autres activités dans le milieu de l’art. Le revenu annuel médian issu de l’activité de commissariat est d’ailleurs inférieur à 500 euros annuels et seules 7 % des personnes interrogées touchent plus de 20 000 euros par an en étant commissaire. Les diplômes ont en outre peu d’effets pour protéger de cette précarité économique. Pourtant, les commissaires d’art contemporain sont de plus en plus diplômés : d’abord dans les disciplines des arts plastiques puis en histoire de l’art, même si les plus jeunes viennent désormais de plus en plus souvent de formations spécialisées dans les métiers de l’exposition et la gestion culturelle. Les commissaires ont par ailleurs très majoritairement moins de 45 ans et sont d’origine provinciale. Ils sont majoritairement issus des classes moyennes et supérieures, ont hérité de ressources culturelles importantes et ont souvent connu une orientation scolaire précoce vers les mondes de l’art. L’activité est plus féminisée que l’activité de plasticien.

L’activité curatoriale est caractérisée par la polyvalence des compétences mises en jeu. La prospection des artistes et des œuvres, l’accrochage et la mise en espace, la communication, le conseil aux artistes constituent, pour la majorité des commissaires d’art contemporain, le cœur de leur métier. Ainsi le « commissaire idéal » doit-il avant tout avoir de l’œil puis des capacités relationnelles et de travail en équipe. Une exposition « réussie » suscite des débats avant d’attirer un nombre de visiteurs importants ou de permettre de poursuivre son activité. Mais les commissaires se plaignent d’un manque de reconnaissance de la part du grand public et surtout des conservateurs et de l’administration. Les obstacles à l’activité sont cependant vus aujourd’hui comme étant avant tout matériels : il s’agit d’abord des difficultés techniques à se faire rétribuer puis du manque de ressources disponibles pour monter des expositions. Au total, sur le plan économique et professionnel, la vie des commissaires est actuellement plus proche de la vie d’artiste que de celle des conservateurs de musée. Le commissariat d’art contemporain constitue en effet un marché du travail ouvert et non régulé où l’offre est très supérieure à la demande, ce qui implique de fortes inégalités dans la distribution des rétributions économiques et symboliques. À ce tableau conforme à ce qu’est l’emploi artistique actuel en général s’ajoute une incertitude forte des commissaires sur leur identité collective, ce dont témoigne la variation importante des définitions de soi utilisées par les personnes interrogées. Une telle variation est cependant explicable par le fait que le commissariat d’art contemporain est rarement la principale source de revenus et que d’autres activités — notamment d’artistes, de directeurs de centre d’art, d’enseignants, etc. — définissent mieux l’identité principale des personnes.

Il y a en définitive, derrière ces variations de définitions de soi, plusieurs manières d’être commissaires d’art contemporain. L’enquête a ainsi permis d’aller au-delà des seuls traits généraux de l’activité et de ses représentations afin d’isoler trois profils distincts : le jeune commissaire indépendant qui tend à être plus souvent parisien et précaire ; l’artiste-commissaire qui tend à travailler plus souvent en association et en province avec en général une reconnaissance et des revenus encore plus faibles ; le commissaire salarié qui tend à être plus souvent rattaché à une structure, est fréquemment plus âgé et moins diplômé, mais pourtant plus actif, plus reconnu et plus internationalisé que les deux autres types de commissaires. Suivant son appartenance à l’un de ces trois sous-groupes, chaque commissaire d’art contemporain aura aujourd’hui des intérêts différents, notamment en ce qui concerne la structuration souhaitable de l’activité et les formes de revendications qui pourraient ou devraient être construites collectivement.

Rapport_CEA

Vevey Photo Award and Film Award. Deadline April 15 2011

CALL FOR ENTRIES
The 8th Vevey International Photo Award
The 6th European First Film Award
DEADLINE APRIL 15th 2011
http://www.images.ch

Festival Images is launching another round of its project competitions!!
Artists, film-makers and photographers have until April 15th 2011 to enter the 8th Vevey International Photo Award and the 6th European First Film Award.

The purpose of these competitions consists in providing crucial assistance for projects that have not been realised, in the form of various grants up to CHF 40,000 (around € 30,000), in order to bring a photography or film initiative to completion.

In May 2011, the various juries of visual arts professionals will choose the projects that will be supported by the festival. The winning projects will be realised within the following year and previewed at the next Festival Images in September 2012.

These competitions represent a unique form of support for contemporary original works, with a free choice of subject matter and genre.

The 8th Vevey International Photo Award is open to all artists, and professional or student photographers. An amount of CHF 40,000 (around € 30,000) is awarded for the development, realisation and presentation of the winning project. There is also the potential to win other prizes and receive exhibitions proposals.

The 6th European First Film Award is solely open to film-makers who are European film school graduates (2010, 2009, and 2008). The Award, which amounts to € 30,000 in total, is split equally between three projects to start the film production off.

Subscribe now on the website http://www.images.ch and send your photo or film project before April 15th 2011!

Fondation Vevey ville d’images
CP 443, 1800 Vevey – Switzerland
T. +41 (21) 922 48 54
info@images.ch
http://www.images.ch

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APPEL À CANDIDATURES !!
Le 8ème Grand prix international de photographie de Vevey
Le 6ème Grand prix européen des premiers films
REMISE DES PROJETS JUSQU’AU 15 AVRIL 2011
Le Festival Images relance ses concours de projets !!
Artistes, cinéastes, photographes ont jusqu’au 15 avril 2011 pour participer au 8ème Grand prix international de photographie de Vevey et au 6ème Grand prix européen des premiers films.

La spécificité de ces compétitions consiste à donner une aide déterminante à des projets non-réalisés, sous forme de bourses allant jusqu’à CHF 40’000 (env. €30’000) pour concrétiser une démarche photographique ou cinématographique en une année.

Les différents jurys, composés de professionnels de l’image, se réuniront fin mai 2011 pour désigner les lauréats. Les projets primés seront réalisés durant l’année et présentés en avant-première lors du prochain Festival Images en septembre 2012.

Ces concours représentent un soutien unique à la création contemporaine avec une liberté de choix du sujet comme du genre.

Le 8ème Grand prix international de photographie de Vevey est ouvert au artistes et aux photographes professionnels ou en formation. La somme de CHF 40’000 (env. €30’000) est allouée pour le développement, la réalisation et la présentation du projet primé. Possibilité de recevoir d’autres prix et mentions.

Le 6ème Grand prix européen des premiers films est uniquement ouvert aux cinéastes diplômés des écoles européennes (en 2008, 2009, 2010). Trois bourses de €10’000 (CHF env. 13’000) chacune sont remises aux différents lauréats pour lancer leurs projets de film.

Inscrivez-vous dès maintenant sur le site http://www.images.ch et renvoyez un projet de photographie ou de cinéma d’ici au 15 avril 2011 !

Fondation Vevey ville d’images
CP 443, 1800 Vevey – Suisse
T. +41 (21) 922 48 54
info@images.ch
http://www.images.ch

Get aboard! ¡Ven a bordo! Komm an Board! Vinga, a bord! オンボード来る